Leistungen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung im Bereich der Vorsorge

Veröffentlicht am 04.10.2013

Die Leistungen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf die Arztwahl und die Kostenübernahme für Heil- oder Hilfsmittel. Abweichende Regelungen gelten oftmals auch für Untersuchungen, die der Früherkennung von Krankheiten dienen.

Leistungen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung im Bereich der Vorsorge

Altersgrenzen als Anhaltspunkt

Durch Vorsorgeuntersuchungen können Krankheiten oftmals schon in einem sehr frühen Stadium erkannt werden. Damit erhöhen sich die Heilungschancen um ein Vielfaches. Die Krankenkassen kommen allerdings nicht in jedem Fall für die entstehenden Kosten auf. Während sich die gesetzliche Krankenversicherung grundsätzlich am Alter des Mitglieds orientiert und nur für einheitlich festgelegte Vorsorgeuntersuchungen aufkommt, leistet die private Krankenversicherung in Abhängigkeit vom jeweils gewählten Tarif. Eine Altersbindung ist hier demnach nicht zwangsläufig gegeben: Häufig übersteigen die Leistungen die der gesetzlichen Krankenkassen.

Zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen im Erwachsenenalter zählt die Krebsvorsorge. Im Bereich der Früherkennung zahlen die gesetzlichen Krankenkassen für Frauen ab 20 Jahren; ab einem Alter von 30 Jahren sind auch Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen kostenlos. Die Kosten für einen Test auf Chlamydien werden zudem ab 25 Jahren übernommen. Männer haben erst mit 45 Jahren einen Anspruch auf die Kostenübernahme der Krebsvorsorge. Einen kostenlosen Gesundheits-Check inklusive Blut- und Urintest bieten die gesetzlichen Krankenkassen beiden Geschlechtern ab 35 Jahren. Die Darmkrebsvorsorge wird allerdings nur Mitgliedern ab 50 Jahren bezahlt.

Wichtig ist darüber hinaus auch der Besuch beim Zahnarzt: Als gesetzlich Versicherter kannst du dich in jedem Kalenderhalbjahr kostenlos untersuchen lassen. Wer Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen möchte, die nicht vom einheitlich geregelten Leistungskatalog der Krankenkassen gedeckt sind, kann dies natürlich tun. Für die entstehenden Kosten musst du dann allerdings in den meisten Fällen selbst aufkommen.

Vorsorgeuntersuchungen und Beitragsrückerstattung

Wenn du den Arzt lediglich bei ernsthaften Erkrankungen aufsuchst, kannst du zum Teil mit hohen Rückzahlungen rechnen und die Kosten somit sehr niedrig halten. Nicht zwangsläufig muss deshalb auf die Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen verzichtet werden: Bei vielen Versicherungen können die entsprechenden Untersuchungen problemlos absolviert werden, ohne dabei die Beitragsrückerstattung zu gefährden. Hier lohnt sich also ein Vergleich der Konditionen.