Die perfekte Studentenbude - Tipps zur Wohnungssuche im neuen Semester

Veröffentlicht am 07.04.2016

Richtig hip soll sie sein, gemütlich und modern, aber nicht zu teuer: die eigene Studentenbude. Viele haben eine genaue Vorstellung davon, wie sie während des Studiums leben möchten. Die einen allein, die anderen lieber in der WG. Doch wie findet man überhaupt eine passende Wohnung? Was darf sie kosten und was darf auf keinen Fall fehlen?

Die perfekte Studentenbude - Tipps zur Wohnungssuche im neuen Semester

Monatelange Wartelisten für das Studentenwohnheim und verzweifelte Zimmer-Gesuche im Internet - so sieht es derzeit in vielen Unistädten aus. Vor allem zu Beginn eines neuen Semesters ist der Ansturm auf den Wohnungsmarkt groß, denn tausende Studenten brauchen ein neues Quartier. Da ist es natürlich schwierig, einen Überblick zu bekommen und einen klaren Kopf zu bewahren. Wir geben dir deshalb wertvolle Tipps zur Wohnungssuche als Student.

Wer soll das bezahlen?

Bevor du dich Hals über Kopf auf die Suche nach einer neuen Bleibe stürzt, solltest du dir einen Überblick über deine finanziellen Mittel verschaffen. Welches Budget steht dir monatlich zur Verfügung? Wieviel soll davon für die Miete drauf gehen? Und wieviel Geld benötigst du für sonstige Ausgaben? Erst, wenn du alles grob kalkuliert und ausgerechnet hast, kannst du einen finanziellen Rahmen für die Wohnungssuche setzen. Es wäre ja ärgerlich, wenn du dich in das allerschönste WG-Zimmer verliebst, für das du aber 600 Euro im Monat blechen müsstest. Also lieber realistisch planen und klein anfangen. Auch für weniger Geld bekommst du als Student einiges geboten. Achte bei der Suche nach einer neuen Bleibe außerdem immer auf die Wohnlage. In vielen Städten können die Mietpreise je nach Stadtviertel um mehrere hundert Euro variieren.

Allein oder gemeinsam?

Sobald deine Finanzierung geregelt ist, kannst du dir überlegen, wie du wohnen möchtest. Brauchst du immer Action und hast gerne Gesellschaft? Dann wäre eine WG oder ein Zimmer im Studentenwohnheim genau das Richtige. Oder bleibst du lieber für dich und genießt deine Unabhängigkeit? Dann käme eher eine eigene Wohnung oder ein kleines Appartement in Frage. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir hier die einzelnen Wohnmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile aufgelistet:

Studentenwohnheim:

Studentenwohnheime befinden sich oft in der Nähe der Hochschule und werden vom jeweiligen Studentenwerk verwaltet. Die Wohnsituation kann hier sehr unterschiedlich sein. Von Einzelzimmern mit Gemeinschaftsbad und -küche über Ein-Zimmer-Appartements bis hin zu WG-Zimmern ist alles dabei. Meist werden die Zimmer schon möbliert vermietet, weshalb du dir Kosten für Möbel sparen kannst. Allerdings sind die Plätze im Studentenwohnheim heiß begehrt, oft entstehen ellenlange Wartelisten. Am besten bewirbst du dich schon vor der Uni-Zusage um einen Platz im Wohnheim - sicher ist sicher! Infos zum Studentenwohnheim findest du auf der jeweiligen Website des Studentenwerks deiner Unistadt.

  • Pro: geringe Kosten, Uninähe
  • Contra: lange Wartezeiten, Wunsch-Unterbringung schwierig

Wohngemeinschaft:

Auch bei WG-Zimmern ist das Spektrum groß. In reinen Zweck-WGs steht das Teilen von Bad und Küche sowie die Privatsphäre der einzelnen Mitglieder im Vordergrund. Andere Studenten hingegen bilden innige Lebensgemeinschaften, in denen zusammen gekocht wird und oft gute Freundschaften entstehen. Wenn allerdings kein harmonisches Miteinander zustande kommt, kann das WG-Leben sehr nervenauftreibend und anstrengend sein.

  • Pro: Kontakte knüpfen, Arbeitsteilung, Freundschaften aufbauen
  • Contra: starke Preisunterschiede, evtl. Stress mit Mitbewohnern

Eigene Wohnung:

Die teuerste, aber auch ruhigste Variante für Studenten: eine eigene Wohnung. Je nach Unistadt können die Mietpreise allerdings sehr hoch ausfallen. Halte deshalb nach Ein-Zimmer-Appartements Ausschau. Diese werden oft zu studentenfreundlichen Preisen angeboten. Solche Wohnräume bestehen aus einem Schlafzimmer samt Kochnische und einem Bad. Also perfekt abgestimmt auf eine Person!

  • Pro: Unabhängigkeit, kein Stress mit Mitbewohnern
  • Contra: oft hohe Kosten, Einsamkeit

Wohnen für Hilfe:

Mittlerweile gibt es in vielen Städten so genannte „Wohnen für Hilfe“-Projekte. Dabei lebst du zur Untermiete bei älteren Menschen und greifst ihnen im Haushalt und Garten unter die Arme. Im Gegenzug musst du nur eine sehr kleine Miete zahlen und bekommst bestimmt das ein oder andere leckere Essen auf den Tisch.

  • Pro: geringe Mietkosten
  • Contra: keine WG-Partys

Wo suchen?

Wohnungen gibt es wie Sand am Meer? Schön wär’s! In den letzten Jahren ist der Mangel an Wohnfläche zu einem enormen Problem geworden. In berühmten Unimetropolen wie München und Frankfurt, aber mittlerweile auch in mittelgroßen Städten wie Freiburg oder Aachen sitzen Studenten auf dem Trocknen. In der Not mussten viele in Sporthallen oder Containern untergebracht werden. Damit es dir nicht so ergeht, solltest du rechtzeitig mit der Suche nach einer neuen Bleibe beginnen. Dafür stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen:

  • Internetportale, z.B.WG-Gesucht
  • Social Networks (Facebook und Co.)
  • schwarzes Brett an der Uni
  • Tageszeitungen
  • Studentenwerk
  • Genossenschaften
  • Makler (Vorsicht - teuer!)

Was darf nicht fehlen?

Natürlich muss die erste Wohnung nicht perfekt sein, aber ein paar Must-Haves sollte es in jeder Studentenbude geben. Zum Beispiel eine vorhandene Einbauküche. Niemand hat große Lust, sich im Möbelhaus mit den Maßen von Arbeitsplatte und Ofen rumzuschlagen.

Was ist dir persönlich wichtig?

Neben den wirklich essentiellen Dingen gibt es auch Sachen, die dein Leben einfach schöner machen und deshalb nicht in deiner neuen Bleibe fehlen dürfen. Für die einen ist ein Balkon, für die anderen eine Spülmaschine unentbehrlich. Und die wenigen Studenten mit Auto würden sich bestimmt über einen hauseigenen Parkplatz freuen. Was es auch ist: Ein bisschen Luxus darfst du dir gönnen! Aber natürlich sollte dieser „Schnickschnack“ bei deiner Wohnungssuche nicht an erster Stelle stehen.

Außerdem kann der Kauf einer eigenen Küche sehr teuer werden - zumindest für Studenten. Im besten Fall steht auch eine Waschmaschine zur Verfügung. Auf Dauer kann es nämlich echt nervig werden, jedes Wochenende mit einem Koffer voll dreckiger Wäsche zu Mutti fahren zu müssen. Der Waschsalon wäre zwar eine Alternative, ist aber meistens sehr teuer und aufwendig.

Wer in eine WG zieht, sollte zudem nicht auf nette Leute und eine Kiste Bier oder Wein verzichten sollen. Und ganz wichtig: eine gute Verkehrsanbindung. Niemand will kilometerweit von Bus und Bahn entfernt wohnen. Man will schließlich mobil sein und schnell zwischen Uni, Kneipe und Wohnung pendeln können. Der Campus muss nicht zwei Straßen weiter sein, aber eine Bahnstation sollte zu Fuß schon gut erreichbar sein. Am besten machst du dir selbst ein Bild von der Lage und erkundest die Umgebung nach deiner Wohungsbesichtigung selbst.

Fazit

Wenn du auf all unsere Fragen eine Antwort hast, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Du hast einen finanziellen Plan und eine Vorstellung davon, wie und wo du leben möchtest. Dann kann die Suche ja losgehen! Wir wünschen dir dabei viel Erfolg und einen guten Start ins neue Semester.