Der Studenten-Knigge Teil 2: Chaosfrei durch die Prüfung

Veröffentlicht am 11.05.2016

Ist die Zeit im Hörsaal gut überstanden, gilt es nun die Prüfungen zu meistern. Doch auch da kann so einiges schief gehen! Spickzettel, Handygebimmel oder peinliches Prahlen - vieles steht der guten Note im Weg. Und nicht nur der eigenen. Seid lieber fair und vermasselt weder euch noch euren Kommilitonen die Chance auf eine erfolgreiche Klausur. Wir zeigen euch, wie’s geht!

Der Studenten-Knigge Teil 2: Chaosfrei durch die Prüfung

Ich bin der Größte!

Wer genug gelernt hat, kann guten Gewissens in die Prüfung gehen. Allerdings sollte man sein Fachwissen nicht direkt jedem unter die Nase reiben. Wie diese Superbrains, die im letzten Moment mit extrem schlauen Sprüchen um sich werfen, um andere zu verunsichern. Voll anstrengend! Auch kann es keiner leiden, wenn du vor der Prüfung damit prahlst, wie toll du bist: „Das wird garantiert eine Eins. Ich hab’s einfach drauf!“ Das ist nicht nur nervig, sondern kann auch richtig peinlich werden - und zwar wenn im Endeffekt eine fette Vier anstatt der hochgelobten Eins auf deiner Notenliste steht. Also besser immer schön bescheiden bleiben.

Wer zuerst kommt …

… mahlt zuerst. Schon klar! Wer früher bei Mutti zu spät am Mittagstisch saß, musste kalte Suppe essen. Ernsthafte Konsequenzen gab es nicht. Aber bei einer Prüfung ist Pünktlichkeit wirklich lebenswichtig. Nicht nur, dass du die konzentrierte Stille störst, wenn du zu spät in den Raum platzt. Du vergeudest nämlich auch wertvolle Bearbeitungszeit für deine eigene Klausur und verspielst dir so die Chance auf eine gute Note. Schade!

Das selbe gilt natürlich auch für mündliche Prüfungen. Wer einen festen Termin hat, sollte den Dozenten nicht warten lassen. Das ist sehr unhöflich und könnte zum Punktabzug, wenn nicht sogar zum „Nichtbestehen“ der Prüfung führen.

Handy aus

Alle im Raum brüten über ihrem Klausurbogen, es herrscht Totenstille … und plötzlich vibriert dein Handy. Oder noch schlimmer, es klingelt! Deine Kommilitonen schrecken auf und dein Dozent nimmt dir nicht nur den Krachmacher weg, sondern auch die Zulassung zur Prüfung. Durchgefallen! Denn der Gebrauch von Handys gilt als Täuschungsversuch. Ganz egal, ob du es zum Schummeln benutzen wolltest oder keine bösen Absichten hattest. Lass das Smartphone während der Prüfung deshalb in deiner Tasche - auf stumm geschaltet oder am besten ganz aus.

Starte fit in den Tag

Um bei der Prüfung sowohl körperlich als auch geistig fit zu sein, sollte man am Abend davor auf keinen Fall Alkohol trinken. Und wenn ausgerechnet dann eine total coole Party ansteht, lass dir kein Bier oder Wein aufschwatzen. Ein oder zwei Gläschen sind bestimmt in Ordnung - es sei denn man verträgt wirklich gar nichts! Zudem sollte man vorm Prüfungstag rechtzeitig schlafen gehen und nach Möglichkeit keine Beruhigungs- oder Schlafmittel nehmen. Einige Medikamente haben eine so lange Wirkungsdauer, dass es noch am nächsten Tag zu Müdigkeit und Schwindel kommen kann. Wer vor lauter Nervosität überhaupt nicht schlafen kann, sollte sich besser an pflanzlichen Mitteln bedienen oder von einem Arzt beraten lassen.

Mein rechter, rechter Platz ist frei …

… ich wünsche mir meine beste Freundin herbei. Natürlich will man immer neben den engsten Unifreunden sitzen. Doch in einer Prüfung ist es gar nicht so verkehrt, ein wenig Abstand zu halten. Abschreiben ist eh nicht erlaubt und Quatschen geht schonmal gar nicht. Neben einem fremden Sitznachbarn wird man nicht abgelenkt und kommt auch gar nicht erst in Versuchung, zu Spicken. Den wen man nicht kennt, dem sollte man auch nicht trauen. Vielleicht ist die Person neben dir ein „Dauerdurchfaller“ und schreibt in jeder Prüfung eine Vier. Weiß man’s? Riskieren sollte man es auf jeden Fall nicht. ;-)

Nicht schnorren

Nichts stört deinen Sitznachbarn mehr, als wenn du ihn andauernd nach irgendwelchen Sachen fragen musst. „Ey Mann, kannst du mir einen Stift leihen?“ oder „Pst, kann ich mal deinen Taschenrechner benutzen?“. Die Frage kann noch so höflich sein, nerven tut es allemal. Ein gut gemeinter Tipp von uns: Gib deinen Kommilitonen die Chance, sich zu konzentrieren, und bring deinen Kram selber mit. Denn gute Vorbereitung ist das A und O in einer Prüfung - nicht nur, was das Lernen angeht.

Kohldampf, Käsefüße und Co.

Dass Körperpflege wichtig ist, habt ihr ja schon im Hörsaal gelernt. Aber auch für die Prüfung gilt: Frisch geduscht und nicht zu viel Parfüm. Deine Kommilitonen sollen sich ja noch konzentrieren können, und nicht von einer Duftwolke benebelt werden. Kaugummi-Geschmatze und Magenknurren sind ebenfalls sehr störend. Um plötzlichen Heißhunger während der Prüfung zu vermeiden, sollte man vorher auf jeden Fall etwas essen. Nicht zu viel, damit man nicht so träge wird, aber auch nicht zu wenig. Am besten isst du das, was du gerne magst. So fällt der Weg zur Prüfung gleich viel leichter.

Bleib standhaft

In einer schriftlichen Klausur kann man so lässig auf dem Stuhl hängen, wie man will. Wer allerdings eine mündliche Prüfung absolviert, sollte auf seine Körperhaltung achten. Es wirkt nicht sehr professionell oder überzeugend, wenn du die ganze Zeit rumhampelst. Versuche immer, einen festen Stand zu finden - das pusht gleichzeitig das Selbstbewusstsein. Auch die Sprechweise kann entscheidend für einen guten Eindruck beim Prüfer sein. Man sollte auf keinen Fall schreien oder den Prüfer unterbrechen. Vermeide außerdem dumme Fullwörter wie „ähm“ und „nunja“ - sonst kommt es so rüber, als ob du keine Ahnung hast.